Meditation für Anfänger: Das sollten Sie beachten

Meditation wird von immer mehr Menschen praktiziert, die sich wünschen, Gedanken, Sinne und die Umwelt bewusster und achtsam wahrzunehmen, wie in diesem Interview zu nachzulesen. Doch begehen einige Meditationsanfänger Fehler, die es zu vermeiden gilt. Wer sich hingegen im wahrsten Sinne des Wortes nicht aus der Ruhe bringen lässt und folgende Ratschläge befolgt, kann sich ganz auf die ersten Schritte der Meditation konzentrieren.

Erwartungen nicht zu hoch schrauben

Die meisten beginnen aus einem bestimmten Grund heraus mit dem Meditieren. Doch mit dieser Motivation gehen auch bestimmte Erwartungen einher, damit ein bestimmtes Ziel zu erreichen – was dem ruhigen Meditieren schaden würde. Stattdessen sollten Sie möglichst alle Erwartungen loslassen und nur des Meditierens wegen meditieren – die innere Ruhe und Klarheit geniessen. Für Anfänger stellt es eine grosse Herausforderung dar, sich ausschliesslich auf sich selbst zu konzentrieren. Deshalb sollten Sie geduldig sein und nicht zu viel von sich selbst verlangen. So reichen zwei Minuten zu Beginn völlig aus – wichtiger ist, dass Sie eine gewisse Routine entwickeln.

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Routine einbringen

Gerade Anfängern hilft es, wenn durch regelmässige Meditation eine feste Routine entsteht. Deshalb ist es ratsam, sich vor allem zu Beginn eine feste Tageszeit dafür festzulegen. Besonders gut geeignet ist der Zeitpunkt am Morgen direkt nach dem Aufstehen – auf Dauer wirken sich die ersten Minuten des Tages dann positiv auf den gesamten Tag aus. Wenn Sie die Meditation ebenso fest in Ihren Tagesablauf integrieren wie das morgendliche Zähneputzen, wird diese Ihnen schnell zur Gewohnheit. Regelmässigkeit spielt beim Meditieren eine wichtigere Rolle als die jeweilige Dauer. Investieren Sie also lieber täglich bis zu fünf Minuten als einmal wöchentlich eine Stunde.

Ablenkungen minimieren

Die Meditation wird zu Beginn ganz wesentlich von der Umgebung beeinflusst. Geübte können mit dem Meditieren beginnen, wann und wo immer sie möchten. Sie als Anfänger sollten sich jedoch einen Ort suchen, an dem Sie ungestört sind und sich bewusst vorbereiten können. Dazu gehört auch, Lärmquellen wie das Telefon oder den Fernseher auszuschalten. Wohnen Sie an einer befahrenen Strasse, ist es zu Beginn ratsam, die Fenster zu schliessen. Unbequeme Kleidung kann ebenfalls ein Störfaktor sein, ziehen Sie deshalb beim Meditieren etwas an, worin Sie sich wohlfühlen. Grundsätzlich sind aber zu enge Hosen oder zu weite Shirts zu vermeiden. Bequeme Kleidung finden Sie auch problemlos für grosse Grössen. Beim Material sind komfortable Stoffe wie Baumwolle oder sogar Kaschmir angebracht – diese schaffen ein angenehmes Tragegefühl, eine Voraussetzung, um ungestört zu meditieren.

Überdies ist es hilfreich, sich vor dem Meditieren kurz zu entspannen, den Körper zu strecken, sich bewusst auf die Atmung zu konzentrieren und mit einer ausgesprochenen Absicht wie „Die nächsten fünf Minuten werde ich mich nur auf die Meditation fokussieren. Meine Gedanken kreisen um nichts. Geist, bitte störe mich nicht, ich beginne jetzt zu meditieren.“ den Vorgang zu bestätigen. So steht einer intensiven Erfahrung beim Meditieren nichts mehr im Weg.


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