Klare Sicht bei Dauerstress – mit Hilfsmitteln, Yoga und Meditation

Stresssymptome können äusserst diffus und verwirrend sein: Einen trockenen Mund, latente Hautveränderungen und Verdauungsbeschwerden assoziiert man nicht automatisch mit einem sich anbahnenden Burnout. Laut Forschung besteht aber ein enger Zusammenhang zwischen andauernder Überbelastung und diversen Komorbiditäten, die sich nahezu überall im Körper manifestieren können. Eine Schwachpunkt sind die Augen – denn Stress wirkt sich in vielen Fällen auf die visuelle Wahrnehmung und Sehkraft aus.

Workload überlastet Augen

Viele Büroangestellte kennen das Problem: Nach mehreren Stunden intensiver Bildschirmarbeit fällt das Lesen immer schwerer, Buchstaben verschwimmen, Diagrammbalken erscheinen doppelt. Dieser salopp als „Büro-Augen-Syndrom“ bezeichnete Effekt ist zwar nervig, kann aber schnell behoben werden, indem man regelmässig Arbeitspausen einlegt, aus dem Fenster schaut und dadurch die Augen entspannt.

Ganz anders sieht es bei stressinduzierten Sehstörungen aus, die unter dem Begriff RCS (Retinopathia centralis serosa) oder auch „Managerkrankheit“ zusammengefasst werden. Sie wird ausgelöst durch einen konstant hohen Pegel des Stresshormons Cortisol und kann sich unter anderem in Augenflimmern, Lidzucken, Gesichtsfeldstörungen und veränderter Farbwahrnehmung äussern. Die Symptome führen zwar nur in den seltensten Fällen zu bleibenden Schäden, es gibt aber ein Problem: Sie halten in der Regel solange an, bis der Stresszustand behoben ist.

Dann gibt es noch die psychosomatisch bedingte Photophobie, die sogenannte „Angst vor Licht“, die mit helligkeitsbedingten Missempfindungen und Schmerzen in den Augen einhergeht. Betroffen sind vor allem Menschen, die unter chronischem Stress, Depressionen oder einer Angststörung leiden, wobei die Symptomkomplexe einander bedingen: Ängste lösen eine Photophobie aus, die wiederum Gefühle von Anspannung und Panik verstärkt. Auch Migränekranke berichten häufig davon, dass intensives Licht als Auslöser für einen Anfall fungiert beziehungsweise Photophobie die direkte Folge eines Anfalls ist.

Bei Kopfschmerzen auf die Signale achten
Auf die Warnsignale hören

Besserung durch Entspannung

Kleine Hilfsmittel können dabei helfen, den Beschwerden entgegenzuwirken und Trigger für Photophobie zu vermeiden. So ist es etwa für Patienten mit einer Panikstörung absolut normal, immer eine UV-abweisende Sonnenbrille zur Hand zu haben, wenn die Lichtsituation draussen oder drinnen zu intensiv wird. Als Brillenträger kann man beim Kauf eines hochwertigen und funktionalen Modells wie von Ray-Ban auch gleich Korrektionsgläser mitbestellen, sodass man sich nicht zwischen Sehkraft und Lichtschutz entscheiden muss. Weiterhin ergibt es Sinn, die heimischen Fensterscheiben mit getönten Folien zu versehen und die Bildschirmhelligkeit im Büro herunterzuregeln.

Wer aber wirklich nachhaltig Besserung erfahren möchte, muss den Stress an der Wurzel packen. Das heisst: Trigger identifizieren und weitestgehend vermeiden, Perfektionismus und hinderliche Glaubenssätze („Sei stark, halte durch!“) hinterfragen und verwerfen und vor allem – Entspannung und Auszeiten ermöglichen. Selbst in einem engen Tagesplan bleibt immer noch etwas Zeit für Bewegung und Sport. Und wenn auch dafür nicht genügend Kapazitäten frei sind, können kurze Übungseinheiten mit Meditation oder Yoga Abhilfe schaffen. Diese Entspannungsmethoden werden von Ärzten sogar ausdrücklich empfohlen, denn sie beruhigen nachweislich das Nervensystem und verringern somit Stresssymptome.